Aktuelle Ausstellungen
6.September - 22. November 2026
IM DICKICHT.
Das Dickicht ist kein Motiv. Es ist eine Bühne.
Als wir im Juni unseren ersten Open Call ausgeschrieben haben, war das der Satz, um den herum alles gebaut war. Wir wollten keine schönen Wälder. Wir wollten Bilder, in denen das Unübersichtliche etwas verbirgt – und in denen man spürt, dass da etwas ist, bevor man weiß, was.
Ein Open Call ist für einen kleinen Ausstellungsraum keine Selbstverständlichkeit. Man schreibt eine Frage in die Welt hinaus und weiß nicht, ob jemand antwortet. Es haben Leute geantwortet. Aus mehreren Ländern, manche von weit her.
Und sie haben etwas eingereicht, mit dem wir nicht gerechnet hatten: kaum Landschaft, dafür viel Inszenierung. Gestellte Szenen im Unterholz. Menschen, die sich verstecken – oder gefunden werden wollen. Am Ende lagen fast 200 Einreichungen auf dem Tisch.
Ausgewählt hat eine dreiköpfige Jury: Petra van Husen, Andreas Koridass und Thomas Weikert. Dass alle drei zugleich mit eigenen Arbeiten in der Ausstellung vertreten sind, ist Absicht: Der weissraum ist ein Atelier, kein neutraler Kunstraum. Wir stellen uns derselben Frage, die wir gestellt haben.
Die Auswahl ist uns schwergefallen. Es gab weit mehr, was sehens- und zeigenswert gewesen wäre, als wir zeigen können. Was die ausgewählten Arbeiten verbindet: Sie verlangen einen zweiten Blick, manchmal einen dritten. In einer Zeit, in der Bilder in Bruchteilen von Sekunden konsumiert werden, ist das fast eine Zumutung – und genau deshalb den Versuch wert.
Die Künstler:innen stellen wir Euch hier nach und nach vor. Schaut also ab und zu mal wieder rein. Und kommt vorbei!
Im Dickicht Gruppenausstellung · Erster Open Call des weissraum. Vernissage: Sonntag, 6. September 2026, 11 Uhr Ausstellungsdauer: 6. September bis 22. November 2026
Ein.Blick - Blick.Ein
21 - 31. August 2026
Unter diesem Titel präsentiert der Kunst-Leistungskurs des Gymnasiums Eltville ab dem 15. August 2026 seine Arbeiten im Weissraum
Die Ausstellung lädt dazu ein, Einblick in unterschiedliche künstlerische Perspektiven zu nehmen und zugleich den eigenen Blick einzubringen. Zu sehen sind Fotografien, Malereien, Aquarelle, Cover-Designs und installative Arbeiten. Sie zeigen die Bandbreite der Techniken, Gestaltungsmittel und Themen, mit denen sich die Künstlerinnen im vergangenen Jahr intensiv beschäftigt haben.
Der Blick durch die Kamera rahmt Wirklichkeit, lenkt Aufmerksamkeit und beeinflusst Wahrnehmung. Aus dieser Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie entstand ein teilweise interaktives Ausstellungskonzept, das zum Flanieren, Entdecken und Verweilen einlädt. Die Arbeiten eröffnen dabei vielfältige Perspektiven auf die Schönheit der Welt ebenso wie auf ihre Brüche und Herausforderungen.
bis 14. August 2026
Ein verregneter Samstag Vormittag in New York. Ein herrliches Bahnhofsgebäude, das anders als Penn Station so gerade eben dem Abriss entgangen ist. Ein ganzer Mikrokosmos voller Menschen, die aus allen Ecken des Landes in andere Ecken des Landes reisen wollen. Oder vielleicht auch nur Brot kaufen. Oder sich vor dem Regen schützen.
Es gibt keinen besseren Ort, um in der Stadt anzukommen, denn hier kondensiert sich alles, was New York ausmacht, auf kleinstem Raum. Hektisch, dicht gedrängt, ein Übermaß an Waren und Restaurants und dazu die wunderbaren Beaux-Arts Elemente, die eigentlich nur noch die Touristen bestaunen.
bis 14. August 2026
Wie verhalten wir uns zur Natur – und wie schützt sie uns? Elodie Burls entwickelt Bildräume, in denen Innen und Außen ineinander übergehen. Ihre Arbeiten kreisen um Durchlässigkeit: Glas, transparente Schichten, fragile Membranen.
Mit stark verdünnter Tinte und großen Wassermengen bringt sie hydrophobe Farben und fließende Pigmente in Spannung. Strukturen entstehen, lösen sich auf, verdichten sich neu. Nichts bleibt festgelegt. Selbst Ruhe ist hier ein Zustand in Bewegung.
Elodie Burls lebt und arbeitet im Elgin Valley, Südafrika. Nach zahlreichen Ausstellungen in Südafrika ist dies ihre erste in Deutschland.